Break-Fix-Modell
Was ist das Break-Fix-Modell? (Definition)
Das Break-Fix-Modell beschreibt ein reaktives Service- und Betriebsmodell für IT-Dienstleistungen. Unternehmen beauftragen dabei einen externen Dienstleister nur dann, wenn ein konkretes Problem auftritt. Erst wenn ein System, eine Software oder ein Netzwerk nicht mehr funktioniert (Break), wird der Dienstleister aktiv und behebt den Fehler (Fix).
Das Modell umfasst keine kontinuierliche Überwachung oder vorbeugende Wartung. In der Regel bestehen keine fest definierten Service Level Agreements (SLAs) oder garantierten Reaktionszeiten. Die Abrechnung erfolgt ausschließlich nach tatsächlich erbrachter Leistung, meist auf Basis von Zeit und eingesetztem Material.
Wie funktioniert das Break-Fix-Modell?
Beim Break-Fix-Modell erfolgt der IT-Support ausschließlich bei Bedarf. Der Ablauf ist typischerweise wie folgt:
- Ein IT-Problem tritt unerwartet auf
- Das Unternehmen kontaktiert einen Dienstleister
- Der Fehler wird analysiert und behoben
- Die Kosten werden nach Aufwand berechnet
Der Ansatz ist bedarfsorientiert. Das bedeutet, dass Unternehmen nur dann zahlen, wenn tatsächlich ein Service in Anspruch genommen wird.
Welche Nachteile hat das Break-Fix-Modell?
Sowohl für Kunden als auch für Dienstleister bringt der reaktive Ansatz des Modells verschiedene Herausforderungen mit sich.
Für Unternehmen:
- Unvorhersehbare Kosten: Da Probleme spontan auftreten, sind Ausgaben schwer planbar.
- Ausfallzeiten: Zwischen Problem und Lösung vergeht oft wertvolle Zeit, in der die Systeme nicht verfügbar sind.
- Reaktiver Ansatz: Probleme werden erst erkannt, wenn sie bereits Auswirkungen haben.
- Begrenzte Nachhaltigkeit: Fokus liegt auf der schnellen Wiederherstellung der Funktion, nicht auf struktureller Optimierung.
- Fehlende Kontrolle: Ohne Monitoring bleiben Risiken, Schwachstellen und versteckte Probleme unentdeckt.
Für Dienstleister:
- Unregelmäßige Einnahmen: Aufträge entstehen nur bei auftretenden Problemen.
- Hoher Zeit- und Reaktionsdruck: Arbeit erfolgt oft im Krisenmodus.
- Erschwerte Planung: Unklare Auslastung und aufwendige Einzelabrechnungen.
- Schwierige Kundenbeziehungen: Kontakt nur in Problemsituationen.
Gibt es Alternativen zum Break-Fix-Modell?
Als Gegenmodell hat sich ein proaktiver Ansatz etabliert, bei dem IT-Systeme kontinuierlich überwacht, gewartet und betreut werden (Managed Services) – in der Regel auf Basis vertraglich definierter Leistungen. Ziel ist es, Probleme frühzeitig zu erkennen, Risiken zu reduzieren und Ausfälle zu vermeiden, anstatt erst im Störfall zu reagieren.
Zusammenfassung
Das Break-Fix-Modell ist ein reaktives und bedarfsorientiertes Service- und Abrechnungsmodell für IT-Services. Es eignet sich vor allem in Situationen mit geringem IT-Bedarf oder für einmalige, klar abgegrenzte Einsätze. Gleichzeitig bringt der reaktive Charakter erhebliche Nachteile mit sich, insbesondere hinsichtlich Planungssicherheit, Kostenkontrolle und Systemstabilität. Vor allem mit steigender Komplexität und Kritikalität der IT-Infrastruktur stößt das Modell an seine Grenzen.
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